Beim USA Import muss man sich vorab informieren
Veröffentlicht am 13. Dezember 2011 von Jan Mahler in Weit weg

Ob Golfschlager, Jeans, Shirts oder iPod, natürlich kann man sich alles auf der Urlaubsreise in Amerika kaufen und beim Rückflug mit aufgeben. Liegt der Warenwert über einer bestimmten Höhe muss Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent bezahlt werden; der entsprechende Zollsatz kommt hinzu.Bei einer Bestellung übers Internet ist es wichtig, die Versandkosten zu berücksichtigen: Die Möglichkeiten variieren, je nach Produkt, von versandkostenfrei bis 40 Euro und mehr. Schwierigkeiten können beim Durchsetzen von Garantieansprüchen auftreten; indes wird in den USA der Service beim Versand groß geschrieben, wenn etwas beschädigt ankommt, gibt es in der Regel schnell Ersatz.
Wer eine Kamera aus den USA einführt, sollte beachten, dass Hersteller in Deutschland keine Garantieleistungen auf im Ausland gekaufte Waren geben; die Herkunft lässt sich anhand der Seriennummer fest stellen; zudem ist ein extra Spannungsumwandler fürs Ladegerät erforderlich: In den USA gelten 110 Volt, in Deutschland 220 Volt.
Oft spielt auch der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle, zum Beispiel beim USA Import von Silber. Unter Umständen dauert die Lieferung einige Wochen und dann kann der Silberpreis pro Unze in Deutschland schon wieder günstiger sein. Darüber hinaus sollte man das Verlustrisiko berücksichtigen und die Ware unbedingt versichert schicken lassen. Hier fallen ebenso Zusatzkosten an wie für teure Auslandsüberweisungen und Kreditkartenkosten.
Als am attraktivsten wird der USA Import bei Pkws, egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen, eingeschätzt: Dies gilt sowohl für US-Fahrzeuge wie Pick Up Trucks, Cadillacs oder Dogde Ram-Modelle, aber auch für Re-Importe deutscher Autos. Garantieleistungen per Gesetz, wie bei Importen aus EU-Ländern, gibt es in den USA nicht. Deshalb sollte ausdrücklich nachgefragt werden, wie weit die Garantiezusagen des Herstellers reichen.
Die Preisersparnis steht und fällt mit dem Dollarkurs. Insgesamt ist beim USA Import von Autos eine Reihe von Vorschriften zu beachten. Die sales tax, eine Kaufsteuer, die in Amerika von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, erforderliche Zulassungspapiere, Überführungskennzeichen, Speditionskosten, Hafen- und Lagergebühren sind wesentliche Stichpunkte für Stolperfallen. Am einfachsten ist es, eine Spedition mit den Zollformalitäten zu beauftragen. Weil sich Regelungen oft in Details ändern, ist es ratsam, sich im Internet oder bei den entsprechenden Behörden über den neuesten Stand zu informieren.

